Ziel
Ziel arbeits- und berufsbezogener Interventionen ist es, arbeits- und berufsbezogene Problemlagen frühzeitig zu bearbeiten bzw. weiterführende Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zeitnah einzuleiten.
Kerngruppen beruflich orientierter Interventionen
Die vorgestellten Interventionen basieren auf Ergebnissen verschiedener Forschungsprojekte. Im Rahmen des Förderschwerpunktes „Rehabilitationswissenschaften“ wurde bundesweit das Angebot an arbeits- und berufsorientierten Interventionsmaßnahmen in der medizinischen Rehabilitation erhoben (Neuderth et al., 2009). Gefragt wurde dabei nach Maßnahmen, die gezielt eingesetzt werden, um berufliche Schlüsselqualifikationen und Handlungskompetenzen zu verbessern (z. B. Kommunikations-, Konflikt-, Teamfähigkeitstraining), die die berufsbezogene Belastbarkeit, Ausdauer und Motivation steigern (z. B. Belastungserprobung) oder die der beruflichen Beratung, Interessensfindung und Vermittlung von Kontakten dienen (z. B. Hospitationen in Betrieben). Die von den Kliniken genannten Maßnahmen wurden inhaltsanalytisch kategorisiert und die Einrichtungen wurden in einer erneuten Befragung gebeten, die Inhalte ihrer Interventionen näher zu erläutern. Als Ergebnis zeigte sich ein breites Spektrum an Konzepten und Begrifflichkeiten, die sehr uneinheitlich verwendet werden. Unter der Perspektive transparenter Versorgungsstrukturen war es daher notwendig, einheitliche Beschreibungen und Definitionen für beruflich orientierte Interventionsmaßnahmen in der medizinischen Rehabilitation zu entwickeln.
Aus dem anschließenden Entwicklungsprozess sind folgende Kerngruppen beruflich orientierter Interventionen hervorgegangen:
- Belastungserprobung
- Arbeitstherapie
- Arbeits- und berufsbezogene Einzelberatung
- Gruppen mit arbeits- und berufsbezogenen Themen
- Zusammenarbeit mit externen Institutionen
Die nachfolgend aufgeführten Beschreibungen arbeits- und berufsorientierter Maßnahmen wurden im Rahmen des Projekts „Dissemination von Forschungsergebnissen zur beruflichen Orientierung“ mit Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen weiterentwickelt und abgestimmt (Löffler et al., 2010).